Über den Komponisten Jan Müller-Wieland

"Vers la flamme"
Ein Versuch über den Komponisten Jan Müller-Wieland
(Essay von Prof. em. Peter Becker (Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover)

"Den Mittvierzigern unter den heutigen Komponisten war eine schöpferische Ausgangslage beschieden, die mit ihrem Signum der Ungebundenheit und der pluralen Vielfalt ebenso befreiend wie verstörend erscheinen musste. Jan Müller-Wieland, 1966 in Hamburg geboren und seit 2007 Professor für Komposition an der Hochschule für Musik München, ist einer von ihnen. Genauer: Er ist einer von jenen, die der verlockenden postmodernen Parole "Anything goes!" die knappe Zeitdiagnose "Alles im Fluss!" entgegengehalten und zur Devise ihres künstlerischen Schaffens gemacht haben. Diese Metapher verweist auf eine musikalische Poetik, die sich zur Geschichtlichkeit von Kunst, das heißt zu ihrer Herkunft und zu ihrer Bedeutung für die Zukunft bekennt: "Mich interessiert Musik, die durch den Rückblick vorausschaut. Zukunft ohne Vergangenheit ist für mich unvorstellbar." (J.M.-W.)"
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"Er hat einen Humor wie Verdi im Falstaff!"
(Hans Werner Henze anläßlich der Uraufführung von "Das Gastspiel"  Komische Oper in einem Akt, 1992)

"Wortgezeugtes Komponieren."
(Peter Ruzicka in seiner Laudatio zum Hindemith-Preis 1993)

"He has that rare blend of lyricism, fantasy and technical accomplishment that performers look for in new music. He has achieved his very own style of writing, and in my opinion, his voice is amongst the leaders of a major new generation in German new music."
(Daniel Hope anläßlich des Violinkonzertes "Ballad of Ariel", 2002)

 

Schriften über Jan Müller-Wieland

• Lutz Lesle: "Sprung ins Surreale - Jan Müller-Wieland ortet Gegenwelten ohne Computer" (in: Neue Zeitschrift für Musik 1/1998)

• Ulrich Amling: "Jan Müller-Wieland träumt Töne - Auftritt" (in: Der Tagesspiegel (Porträt) vom 13. 9. 1998)

• Gottfried Franz Kasparek: "Durch den Rückblick vorausschauen - ein Portrait des Komponisten Jan Müller-Wieland" (in: Programmheft 4/2006 zur Kölner Uraufführung der Oper "Der Held der westlichen Welt")

• Detlev Glanert: "Laudatio anläßlich der Verleihung des Förderpreises des Hamburger Bach-Preises 1993 an Jan Müller-Wieland" (in: Jahrbuch der Hamburgischen Staatsoper, 1993)

Ein Komponistenportrait ist auf CD erhältlich
beim Deutschen Musikrat / Edition zeitgenössische Musik
Label: WERGO / WER 6535 - 2
Schott Wergo Music Media GmbH
Weihergarten 5
D - 55116 Mainz

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